Der Hochaltar

Das Gemälde des Hochaltares zeigt Christus am Kreuz. Hinter dem Golgotha - Hügel ist rechts die Silhouette festungsähnlicher Gebäude zu erkennen. Es handelt sich hier allerdings um eine fiktive Darstellung und nicht etwa um eine Abbildung der Burg Wohldenberg. Über dem Altarbild sehen wir erneut das Wappen des Erbauers der Kirche, Clemens August.

wohldenberg i 2 1 Der Tabernakel ist nicht ursprünglich. Er wurde um 1900 in den barocken Altar eingefügt. Das gilt jedoch nicht für das bekrönende Kruzifix und die beiden anbetenden Engel.

Die Altarleuchter, in Holz geschnitzt und silbern gefaßt, sind Stiftungen des Drosten von Bocholtz. Sie tragen das Bocholtz´sche Wappen, die drei Leopardenköpfe, am Fuß.

Auf der Mensa des Hochaltares befinden sich in weiß-goldenen Rokoko-Rahmen die drei Kanontafeln. Sie enthalten die feststehenden liturgischen Texte der heiligen Messe, wie sie bis zur Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils gefeiert wurde. Diese Tafeln sind heute nicht mehr in Gebrauch.

Zur Linken des Hochaltares, also auf der früheren Evangelienseite, sehen wir die Statue des Apostels Petrus. Er ist dargestellt mit dem Doppel- oder Patriarchenkreuz und den Schlüsseln, den Symbolen seiner Bindegewalt im Himmel und auf Erden ( Mt. 16, 16-19 ). An der rechten, der früheren Epistelseite des Altares, befindet sich die Darstellung des heiligen Paulus. Er trägt das Schwert, das Werkzeug seines Martyriums, und das Buch der heiligen Schrift, in die seine Briefe eingegangen sind. Typisch für die Darstellung des Heiligen ist der lange Bart des Philosophen und des Lehrenden.

Hinter dem freistehenden Hochaltar teilt eine hölzerne Wand den Raum der Sakristei vom Altarraum ab. Zwei völlig gleichartige Beichtstühle im Chorraum tragen das Gotteslamm als Bekrönung: Ein Hinweis auf Christus, der die Sünden der Welt hinwegnimmt.